Schimpfen kann Teamgeist fördern
Ein britischer Wissenschaftler hat herausgefunden, dass man bei der Arbeit ruhig mal Dampf ablassen sollte: Das baue nämlich Stress ab und schweiße das Team zusammen, so Yehuda Baruch, Professor für Management an der Univerität in Norwich. Beleidigungen allerdings solle man sich dennoch verkneifen, die wirkten kontraproduktiv.
In der Studie “Swearing at work and permissive leadership culture: When anti-social becomes social and incivility is acceptable” ( auf Deutsch etwa: "Fluchen während der Arbeit und tolerante Führungskultur: Wenn Asoziales sozial wird und Unhöflichkeit akzeptiert wird") heißt es, es sei völlig normal, im Berufsalltag mal unhöflich zu werden – gegenüber den Vorgesetzten oder Kunden solle man sich das allerdings besser verkneifen. In anderen Situationen könnten Schimpfwörter jedoch das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Solidarität untereinander fördern. Vorgesetzte sollten dem in ihrem Führungsstil Rechnung tragen und Kraftausdrücke tolerieren.
Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Leadership and Organisational Development Journal" erschienen, aber leider nicht kostenlos verfügbar.
Link zum Abstract der Studie
Link zum Institut für Management der Universität Norwich