April 2003
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II. EINSTELLUNG - ÄRZTLICHE BETREUUNG - VERSETZUNG UND ABORDNUNG - PROBEZEIT
(1) Die Einstellung in den diakonischen Dienst setzt die Bejahung des diakonischen
Auftrags und die Bereitschaft zur Eingliederung in die Dienstgemeinschaft voraus
(§ 1).
(2) Persönliche Eignung und die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten sind
weitere Voraussetzungen für die Einstellung.
(3) Die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter hat auf Verlangen vor der Einstellung
ihre bzw. seine körperliche Eignung (Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit)
durch das Zeugnis einer bzw. eines von der Dienstgeberin bzw. vom Dienstgeber
bestimmten Ärztin bzw. Arztes nachzuweisen. Die Kosten der Untersuchung trägt
die Dienstgeberin bzw. der Dienstgeber.
(4) Der Dienstvertrag wird schriftlich gemäß den Anlagen 15 und 15a bis 15e
der AVR abgeschlossen. Der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter ist eine
Ausfertigung des Dienstvertrages auszuhändigen. Nebenabreden sind nur wirksam,
wenn sie schriftlich vereinbart werden. Eine Nebenabrede kann gesondert gekündigt
werden, soweit dies durch die AVR vorgesehen oder einzelvertraglich vereinbart
ist. Soweit in diesen Fällen nichts anderes geregelt ist, gilt eine Kündigungsfrist
von 3 Monaten zum Ende eines Kalendermonats.
(5) Befristete Dienstverhältnisse dürfen nur auf Wunsch der Mitarbeiterin
bzw. des Mitarbeiters abgeschlossen werden oder wenn für die Befristung sachliche
Gründe i.S.v. § 14 Abs. 1 des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge
bestehen. Der Grund für die Befristung ist im Dienstvertrag anzugeben. Die Mitarbeiterin
bzw. der Mitarbeiter, deren bzw. dessen Dienstverhältnis befristet ist, soll
bei der Besetzung eines Dauerarbeitsplatzes bei gleicher Eignung im Rahmen
der dienstlichen bzw. betrieblichen Möglichkeiten bevorzugt berücksichtigt werden.
Über das Freiwerden eines solchen Dauerarbeitsplatzes hat die Dienstgeberin
bzw. der Dienstgeber die befristet beschäftigten Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter
zu informieren.
Die Befristung eines Dienstverhältnisses bis zur Dauer von höchstens zwei
Jahren ist auch ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes i. S. d. Unterabs. 1
Satz 1 gem. § 14 Abs. 2 und Abs. 3 des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge
zulässig.
(6) Mehrere Dienstverhältnisse zu derselben Dienstgeberin bzw. demselben Dienstgeber dürfen nur begründet werden, wenn die jeweils übertragenen Tätigkeiten nicht in einem unmittelbaren Sachzusammenhang stehen. Andernfalls gelten sie als ein Dienstverhältnis.
Anmerkung
§ 5 Abs. 2 Unterabs. 2 ist auf den 31. Dezember 2000 befristet.
(1) Bei gegebener Veranlassung kann die Dienstgeberin bzw. der Dienstgeber
durch eine Vertrauensärztin bzw. einen Vertrauensarzt oder durch das Gesundheitsamt
feststellen lassen, ob die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter dienstfähig oder
frei von ansteckenden Krankheiten ist.
(2) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die besonderen Ansteckungsgefahren
ausgesetzt oder in gesundheitsgefährdenden Betrieben beschäftigt oder mit der
Zubereitung von Speisen beauftragt sind, sind in regelmäßigen Zeitabständen
ärztlich zu untersuchen.
(3) Sofern der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter aus angeordneten ärztlichen Untersuchungen Kosten entstehen, die nicht anderweitig erstattet oder erlassen werden, sind sie von der Dienstgeberin bzw. vom Dienstgeber zu übernehmen. Das Ergebnis der ärztlichen Untersuchung ist der Mitarbeiterin bzw. dem Mitarbeiter auf ihren bzw. seinen Antrag bekanntzugeben.
(1) Die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter kann im Rahmen ihres bzw. seines
Dienstvertrages aus dienstlichen oder betrieblichen Gründen auf einen anderen
Arbeitsplatz in derselben Einrichtung umgesetzt oder in eine andere Einrichtung
derselben Dienstgeberin bzw. desselben Dienstgebers versetzt oder abgeordnet
werden. Vor der Umsetzung, Versetzung oder Abordnung ist die Mitarbeiterin bzw.
der Mitarbeiter zu hören.
(2) Von einer Versetzung oder Abordnung der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters
soll Abstand genommen werden, wenn sie ihr bzw. ihm aus persönlichen Gründen
nicht zumutbar ist (z. B. mit Rücksicht auf ihre bzw. seine Familie).
(3) Während der Probezeit (§ 8) ist eine Versetzung oder Abordnung nur mit Zustimmung der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters zulässig.
Die ersten 6 Monate der Beschäftigung sind Probezeit, sofern nicht im Dienstvertrag auf eine Probezeit verzichtet oder eine kürzere Probezeit vereinbart worden ist.